Ein virtueller Spaziergang – Prosa zum Begriff `Virtualität´

Es war eine stressige Woche, zwar jeweils anders geartet, doch der spontanen Ausflug ins Grün schien für alle drei die ideale Vorstellung. Odo hatte die Woche Datensätze evaluiert und versucht diese in Differenzialgleichungen abzubilden. Doch zu viele unbekannte Variablen machten ihm die sommerlichen Maitage in seinem kleinen Büro ohne Klimaanlage zur Qual. Die Haare standen ihm mehrmals zu Berge, doch den springenden Punkt in seiner Analyse fand er nicht. Eine Wanderung im Elbsandsteingebirge erschien ihm somit als ein passender Ausgleich.

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Die VR-Brille als philosophische Metapher

Wenn die Welt um mich und in mir zu schwer, starr und eng geworden ist, dann nehme ich mir entweder ein gutes Buch, wie aktuell Stanislaw Lem „Summa Technologiae“ oder ich setze mir meine VR-Brille auf. Je nachdem tauche ich ab, betreibe aktiv einen Eskapismus, der mich befreit und gleichzeitig erdet. Weiterlesen…

 

Bis 2015: Aufbau und Leitung des Webjournals CYNAL – Neue Kunst im Dialog; Tätigkeit als Kuratorin, daneben Vorträge, Moderation und Veröffentlichungen

 

Besprechung der Installation AMALIA

Am 04. Juni betrachteten Denise Ackermann und Katharina Groß gemeinsam mit ihren Gästen das Kunstobjekt AMALIA von Andre Tempel aus nächster Nähe und sprachen ganz unakademisch über die Installation AMALIA von Andre Tempel live vor Ort. Weiterlesen…

Interviews im springhouse

Am 23. Mai besuchte ich zu später Stunde das temporäre Kunstprojekt spring-house in der Tannestraße 2 in Dresden und sprach mit den Kuratoren Sven Schuch und Anna Bründle über die private Initiative, die Zusammenarbeit mit den Künstlern und das liebe Geld. Außerdem traff ich Svena Wiechmann und wir unterhielten uns über ihre künstlerische Arbeit und Kunst als Reflexion menschlicher Praxis. Weiterlesen…

 

So viel Zeit muss sein

Ich kam gerade aus der letzten Vorstellung des Nipple Jesus von Nick Hornby im Kleinen Haus. Es war Freitag Nacht und nebenbei bemerkt eine extraklasse Ein-Mann-Vorstellung, in der ein Museumwachmann in Alltagssprache seinen Zugang zur Kunst beschreibt. Um der stressigen Arbeitswoche noch weiter zu entfliehen, folgte ich einer persönlichen Einladung zu einer Vernissage im Salon Pendant. Weiterlesen…

ARTISTTALK – Gespräche bei Frühstück

Wir sitzen in der Ausstellung von Hermann Josef Hack. Zwei der großen, bemalten Zeltplanen sind wie ein Zelt in der Mitte des Raumes gespannt. Darunter sitzen Hermann Josef Hack, Tine Günther und Andreas Ullrich auf einer Decke zu Frühstück. Beim Picknick sprechen die Drei und Kamerafrau Katharina Groß über ihre künstlerische Arbeiten, den öffentlichen Raum und das Publikum. Es ist der 27.10.2013 Weitersehen…

OPTIKUM QUADRAL II

Imaginierte Räume und genommene Illusionen

Nachgetragene Rezension über eine sehr kurze Ausstellung mit dem Titel OPTIKUM QUADRAL II in der Motorenhalle Dresden. Es handelte sich um eine Soundinstallation, folgt man dem Pressetext. Vor Ort begegnete einem eine großformatige Videoinstallation und „Randerscheinungen“ im Spotlicht. Weiterlesen…

 

DIY-Biohacking beim CYNETART Festival 2013

Ob Animationen aus Hefedrucken, hausgemachte DNA-Extraktion, Agar-Siedlungen für Bakterien oder cisgen- manipuliertes Gebäck im POP-UP Labor konnten die vielfältigen Möglichkeiten des DIY-BioHackings ausprobiert werden. BioHacker aus verschiedenen Teilen Europas kamen nach Dresden, um ihre künstlerischen und gesellschaftskritischen Projekte zu präsentieren und Workshops während des CYNETART-Festivals 2013 anzubieten. Weiterlesen…

Apathie im Karussell

 oder Über närrische Liebe im Mutterhimmel
In einem Kinderspiel singt es: Dreh dich, kleiner Kreisel/ Dreh dich immer zu/ Rundherum und rundherum/ und jetzt kommst du  … Das Duo Sutter/Schramm! Viele bisherige, zumeist energiegeladene, fast rituell anmutende Performances des Duos hatte ich in den letzten Jahren miterlebt. Die Live Sound-Performance und Videoinstallation unter dem Titel Mutterhimmel in dergeh8 am 09. Mai um 20 Uhr wollte ich mir daher nicht entgehen lassen. Weiterlesen…

Betrachtung eines Schneemanns im Hochsommer

Mir wird augenblicklich kalt, obwohl ich mit meiner Kurzsichtigkeit nur den verschwommenen Umrissen eines menschengroßen Schneemanns in der der Galerie Baer folgen kann. In der Julihitze zieht mich diese Kälte förmlich an. Da steht ein putziger Schneemann mit oranger Nase, zwei schwarzen runden Augen und einem gerade gezogenen Mund aus schwarzen Punkten in der äußersten Ecke der Galerie. Mit zur Seite ausgestreckten Armeen steht der Schneemann auf einer Holzpalette, wie man sie von Baustellen kennt. Frontal auf ihn zugehend, fixiere ich den orangen Punkt, die Nase. Sein Blick ist starr in den Galerieraum gerichtet. Wie übergroße Mücken stecken schwarze, industriell hergestellte Plastikspielzeuge in dem Schneemann. Seine Gestalt wirkt klobig und wohl deshalb so niedlich. Die Skulptur von Matti Schulz trägt den Titel „Cold War 2“. Weiterlesen…

 

Interview mit Anke Binnewerg

Blicke hinter die Fassaden

Neumarktfenster ist ein Projekt im öffentlichen Raum von Anke Binnewerg. Dieses wurde realisiert im Rahmen eines Wettbewerbes der Kunstkommission für Kunst im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt Dresden. Katharina Groß von CYNAL sprach mit der Künstlerin Anke Binnewerk am 13. Juni im Interview über das Projekt Neumarktfenster. Weiterhören…

 

Wofür seid ihr handlungsbereit? – Interview mit bubliz

Am 23. März endete die Ausstellung “Handlungsbereitschaft – Skizze einer Generation am Ende der Geschichte” (3.Aufl.) in der Motorenhalle… Acht Fragen an das Kuratorenteam Bublitz (Mona El-Bira, Julia Müller, Julian Malte Schindele) Weiterlesen…

Zu Besuch im springhouse

Mit dem Fahrrad vom Albertplatz die Bautzner Straße hochfahrend, zwischen der Häuserwand und den Bauabsperrungen entlang hangelnd, suche ich die Hausnummer 98. Dort bin ich 11:30 Uhr mit der Pressesprecherin Karoline Pfeiffer verabredet, um etwas über das Projekt springhouse zu erfahren. Es dröhnen Baumaschinen, die Bautzner Straße wird großspurig umgebaut. Eine der Villen irgendwo kurz nach der Haltestelle Nordstraße muss es sein. Den Blick auf den Baustellen-Parcours gerichtet, versuche ich immer wieder, die Hausnummern zu erkennen, bis plötzlich in großen silbern metallischen Buchstaben das Wort Kunstraum an einer modernen Villa zu lesen ist. Ich fahre in den Hof und stelle das Fahrrad ab. Weiterlesen…

Volle Aufmerksamkeit voraus – Autoaggression

Beim Betreten des C.Rockefeller Center For Contemporary Art schlägt ein starker Geruch entgegen. Wie in einer Autowerkstatt stinkt es nach Benzin, Öl und Gummi. Es lärmt zudem. Eine kniehohe Maschine rattert im Takt, silbern glänzend pumpt und pulsiert deren Motor. Die Maschine, gebaut von dem Künstler Max Aschenbach, hat keinerlei Funktion außer Rohstoffe zu verbrauchen. Die Maschine würde ständig kaputt gehen und bedürfe regelmäßiger Reparatur, erzählt Frank Zitzmann. Weiterlesen…

 

TRANSFORMER – Übertragung

Die hier besprochene künstlerische Arbeit von Marcel Tarelkin (M.T.) mit dem Titel „Transformer“dient der Sichtbarmachung vom DrittenDie Dritte bin heute ich und also darf die Beschreibung des Ausstellungseffekts meine Sichtbarkeit enthalten und zum Zentrum nehmen – vielleicht eine Sichtbarkeit, in der sich andere wiederfinden können. Weiterlesen…